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Ausgleich für die Gäste fällt mit dem Abpfiff


Die Phrase macht von Spieltag zu Spieltag in jeder Liga die Runde: Das Spiel ist erst aus, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Jeder auf dem Platz oder im Stadion weiß das, aber der Mensch vergisst leicht - auch oder gerade der im Stadion. Und was dann herauskommt, ist „dumm, blöde, peinlich und ärgerlich“. So auch am Samstag in Wirges, wo die Spvgg EGC im Spiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegen den FC Hertha Wiesbach in der letzten Minute der Nachspielzeit beim 1:0 wie der sichere Sieger aussah. Dann fegte der Ausgleich wie der Blitz in den Winkel des Wirgeser Tores, und übrig blieben nach Anstoß und Abpfiff betretene Gesichter bei den Westerwäldern.



Eigentlich, über den gesamten Spielverlauf betrachtet, hätten die Gastgeber mit diesem Ergebnis gut leben können, ja müssen. Denn die Führung durch Lukas Haubrich vor 280 Zuschauern war glücklich. Der EGC-Mittelfeldmotor profitierte bei seinem 30-Meter-Freistoß in der 80. Minute davon, dass Wiesbachs junger Torwart René Paul ganz alt aussah, als er dem Ball auf dem Weg ins Tor zusah.


Bis dahin hatte Wiesbach deutlich mehr Spielanteile, die aber kaum zu gefährlichen Aktionen vor dem Wirgeser Tor führten. Und das, was aufs Tor kam, wurde eine sichere Beute von Torwart Agim Dushica. Der aber dann unmittelbar vor dem Abpfiff machtlos war, als seine Vorderleute nach einer Ecke den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone brachten. Und der fiel dann dem Wiesbacher Matthias Kraus direkt vor den Fuß und zischte von dort wie ein Strich zum Ausgleich ins Tor (90.+3).


Sichtlich noch um Fassung ringend, suchte der Wirgeser Trainer Jürgen Kohler für den Verlust von zwei Punkten eine Teilschuld bei Schiedsrichter Christian Gittelmann und seinem Gespann. Der hatte nämlich auf Ecke entschieden, nachdem der Ball eindeutig von einem Wiesbacher Bein ins Toraus gerollt war. Eine Fehlentscheidung mit dem Ausgleich als Folge. Dennoch, insgesamt konstatierte der Weltmeister von 1990 den Unparteiischen eine ordentliche Leistung und den Wiesbachern einen verdienten Punktgewinn: „Aber wir standen ganz nah vor einem dreckigen Sieg. Und es hätte der Mannschaft sicherlich gut getan, nach den tollen Leistungen in den ersten Oberliga-Wochen auch einmal auf diesem Weg drei Punkte über die Zeit zu bringen“, so Kohler.


Dass das der Mannschaft nicht gelungen ist, hat seine Ursachen sicherlich auch in der Tatsache, dass dem Trainer im Stammkader derzeit Alternativen fehlen. Sören Klappert und - nach seiner schweren Rippen- und Schulterverletzung aus der Mittwochpartie in Neunkirchen - Yannick Rinker stehen mittel- bis langfristig nicht zur Verfügung. Und am Samstag fehlten Daniel Bode (Magenverstimmung) und Tim Schnug (Bänderriss), sodass Lars Bohm die 90 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes durchstehen musste.


Aber er war nicht allein, denn Kohler bemängelte bei mehreren Spielern die „fehlende Laufbereitschaft“. Er schränkte aber ein: „Irgendwie ist das auch zu verstehen. Unser Lazarett wird immer größer, der Kader immer kleiner, und die englischen Wochen streifen die Schmerzgrenze an der Physis der Spieler. Da tut die Woche Pause bis zur nächsten Partie am Samstag in Burgbrohl allen gut.“


Peter Armitter


Quelle: Rhein-Zeitung



Wirges: Dushica - Fink, L. Klappert, Braun (8. Hundhammer), M. Hannappel - Dahlem (74. Jonas Hannappel), Sauerborn, Haubrich, Finkenbusch - Ouédraogo (84. Kneuper), Bohm


Wiesbach: Paul - Baier, Neumeier, Miessemer (82. Fritsch), Groß - Yalcin,

C. Ackermann, Stutz, P. Ackermann (77. Solovej) - Krauß, Col.


Schiedsrichter: Christian Gittelmann (Gauersheim)


Zuschauer: 280


Tore: 1:0 Lukas Haubrich (80.), 1:1 Matthias Krauß (90.+3).


01.09.14 - 19:35


Samstag, 30.08.14


Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar


7. Spieltag

1:1

(0:0)

EGC Wirges

FC Hertha Wiesbach